Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie setzt an der aktuellen Situation an und basiert auf den Lerntheorien. Sie haben  Ihre Verhaltensweisen in konkreten Situationen gelernt, in diesen Situationen waren sie sicher auch sinnvoll und hilfreich. Aber möglicherweise haben sich die Umstände und Anforderungen inzwischen geändert und die gelernten Verhaltensweisen passen nicht mehr.

Unter Verhalten wird in diesem Zusammenhang nicht nur die äußerlich sichtbare Aktivität des Menschen verstanden, sondern auch die inneren Vorgänge wie Gefühle, Denken und körperliche Prozesse.
In der Therapie wird es darum gehen, Lernprozesse in Gang zu setzen, Sie sollen in die Lage versetzt werden, eigene – oft automatisch ablaufende – Verhaltens- und Denkmuster zu verändern, die bislang Ihrem Wohlbefinden im Wege stehen.
Dafür gibt es ein umfangreiches methodisches Spektrum:  Verfahren zur Angstbewältigung, Minderung depressiver Beschwerden, Einflussnahme auf Schmerzen und Schlafqualität, Verfahren zum Erwerb von Kompetenzen zur erfolgreicheren und befriedigenderen Gestaltung sozialer Beziehungen und des Umgangs mit den eigenen Gefühlen, zur Förderung der Verarbeitung belastender Erfahrungen und aktuell schwieriger Lebenssituationen.
In dem Kontext werden oft auch Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressive Museklentspannung nach Jacobson erlernt.
Weitere Methoden sind Rollenspiele und mit Ihnen in den Behandlungsstunden gemeinsam erarbeitete konkrete, auf ihre Lebenssituation zugeschnittene Übungen, mit denen Sie dann zwischen den Sitzungen neue Erfahrungen sammeln.

In vielen wissenschaftlichen Studien ist die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie u.a. bei Depressionen, Angststörungen, psychosomatischen Erkrankungen, Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen und wahnhaften Störungen nachgewiesen. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie der dt. Bundesregierung hat die Verhaltenstherapie als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren eingestuft.